Oktober 2012

LIEDERABEND MIT LITERATURLESUNG

FRANZ SCHUBERT: WINTERREISE

mit einer literarischen Begleitung von

ROBERT EDER: MEIN HERZ NÄMLICH – ACH, ES WÄRE EIN ALLZU SCHWERER BALLAST

Samstag, 13. Oktober 2012, 18.30

Schloss Greillenstein

Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ nach Texten von Wilhelm Müller regte schon viele Künstler zu verschiedensten Betrachtungen an: Kompositionen wurden hinzugefügt, Bilder gemalt, Filme gedreht, Romane geschrieben. Der österreichische Autor Robert Eder nahm die Winterreise als Ausgangspunkt für seine literarische Begleitung mit dem Titel „Mein Herz nämlich – Ach, es wäre ein allzu schwerer Ballast“, die 2005 entstand. Diesem Werk liegt der Gedanke zugrunde, dem Protagonisten aus Schuberts Winterreise, dem Wanderer, seine Befindlichkeiten im Kopf als fiktive Reise erleben zu lassen. Er ist „gemütskrank“, hat bisweilen Wahnvorstellungen und befindet sich daher in einer Kuranstalt. Dies alles wird im Briefverkehr zwischen ihm, seinem Bruder und dem Arzt der Kuranstalt (und Vertrauten des Bruders) sowie in zwei Tagebucheintragungen deutlich.

Die weiteren Texte stammen aus dem fiktiven Nachlass des Wanderers. In diesen Texten – fünf Kurzprosastücken – offenbart sich die Seele des Wanderers in all ihrer Verletztheit und Verzweiflung – und in ihrer tiefen Sehnsucht nach Liebe.

Im vorliegenden Liederabend verschmelzen die Texte von Robert Eder mit der Musik  Schuberts, werden zu einer neuen berührenden Einheit. Die Zuhörer begeben sich auf eine „neue“ Winterreise – sie erleben die Gemütsreise jenes jungen Mannes namens Carl Gottfried, dessen Suche nach Liebe und der daraus resultierenden Einsamkeit und Gebrochenheit in den Wahnsinn führt.

Wilhelm Spuller, Tenor

Maiko Ripplinger, Klavier

Robert Eder, Rezitation

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